Alice Christina: 26 Dinge gelernt in 26 Jahren

Es ist so weit – Ich bin wieder ein Jahr älter. Genau genommen 26 Jahre. 26 Jahre, in denen ich 26 Dinge gelernt habe. Welche das sind, erzähle ich euch jetzt.

#1 Sei immer du selbst

Das Wichtigste ist, immer man selbst zu sein und sich nicht zu verstellen. Was bringt es denn im Leben, sich zu verstellen und bei jeder Tat und jedem Wort überlegen zu müssen, wie andere darauf reagieren? Auf Dauer macht uns das nur unglücklich. Wir haben aber nur ein Leben. Daher verstellt euch nicht und seid einfach ihr selbst. Und wer das nicht akzeptiert, kann den Platz in eurem Leben einfach für besondere Menschen wieder freimachen.

#2 Gesundheit ist das Wichtigste

Das haben unsere Eltern immer schon gesagt. Und auch wenn wir in jungen Jahren selten den Gedanken daran verschwenden, sollten wir nicht vergessen, dass sie Recht haben. Leider merkt man das oft erst, wenn man selbst krank wird. Daher nehmt es nicht auf die leichte Schulter, wenn ihr gesund seid, sondern seid dankbar und erfreut euch daran.

#3 Eine glückliche Beziehung bedeutet immer Arbeit

Ob in der Liebe oder in der Freundschaft – eine Beziehung zu einem Menschen bedeutet immer Arbeit. Philip und ich sind mittlerweile 9 Jahre zusammen. 9 Jahre voller Höhen und Tiefen – 9 Jahre voller schöner Erlebnisse aber auch negativer Zeiten. Keine langjährige glückliche Beziehung existiert ohne Streit und ohne Gefühlschaos, aber vor allem nicht ohne Arbeit. Und wenn es die Menschen wert sind, bereichern jene Beziehungen unser Leben.

#4 Freunde kommen und gehen

Und es kann auch vorkommen, dass langjährige Freundschaften kaputt gehen. Aber das ist ok so, denn Menschen entwickeln sich weiter. Aus jedem Höhepunkt und jedem Tiefschlag, aus jeder neuen Beziehung und aus jeder Trennung, lernt man fürs Leben. Nicht jeder Mensch wird für immer ein Bestandteil unseres Lebens sein. Doch mit jeder Beziehung zu einem Menschen entwickelt sich das eigene Leben weiter. Vor allen Dingen lernt man aber, welche Menschen es wert sind, Zeit und Kraft für die Beziehung zu investieren, und welche nicht.

#5 Nicht jeder Mensch muss dich mögen

Und du musst nicht jeden Menschen mögen. Wir alle sind ein Individuum, mit unterschiedlichem Charakter und unterschiedlichen Eigenschaften. Man muss sich nicht verstellen, nur damit der Gegenüber einen mag. Akzeptiert, dass es Menschen gibt, die für das Leben wichtig sind und Menschen, die für das Leben nun mal irrelevant sind. Dennoch sind Respekt und Akzeptanz anderen Menschen gegenüber immer wichtig.

#6 Jeder Mensch wird dich zumindest einmal im Leben verletzen

Das Leben ist hart und auch man selbst, kann nicht immer nur glücklich und zu jedem freundlich sein. Jeder wird einmal schlechte Phasen im Leben durchlaufen. Und genau da kann es passieren, dass man sein Gegenüber, wenn auch unbeabsichtigt, mit einer Tat oder gar mit Worten verletzt. Man muss nur wissen, wer diesen Schmerz wert ist.

#7 Lerne zu vergeben

Jeder von uns wurde sicher einmal so sehr verletzt, dass man gedacht hat, dem Menschen niemals vergeben zu können. Das Problem dabei ist, dass man selbst am meisten darunter leidet. Denn der Schmerz frisst sich tief ins Herz hinein und die Gedanken lassen einen nicht los. Menschen sind nun mal nicht perfekt und machen Fehler. Daher habe ich für mich persönlich gelernt zu vergeben. Nur so kann man selbst loslassen und sich von diesem Schmerz befreien. Vor allen Dingen aber stärkt uns das auch.

#8 Mit Kritik richtig umgehen

Ich muss zugeben, dass dies eines der Dinge ist, das auch ich weiterhin noch lernen muss. Konstruktive und nett geäußerte Kritik nehme ich mittlerweile herzallerliebst an. Doch was ich auf jeden Fall noch lernen muss, ist negative und vor allem nicht konstruktive Kritik zu ignorieren und mir das nicht zu Herzen zu nehmen. Menschen, die derartige Kritik ausüben sind meist selbst mit ihrem Leben nicht zufrieden. Und genau deshalb versuche ich, mir darüber nicht mehr Gedanken zu machen.

#9 Man muss nicht alles verstehen

Auch wenn es mir schwer fehlt, muss auch ich akzeptieren, dass ich nie alles verstehen werde, was um mich herum passiert. Es gibt einfach Menschen, Situationen und Aktionen, die man nicht verstehen wird. Man kann ja nicht in die Köpfe anderer hineinsehen, und ich denke, das ist auch gut so. Denn man muss wirklich nicht alles im Leben verstehen.

#10 Selbstliebe ist wichtig

Nein, genauer genommen ist Selbstliebe sogar das Wichtigste. Selbstliebe hat absolut nichts mit Arroganz zu tun, sondern damit, sich selbst zu akzeptieren und glücklich zu sein. Akzeptiert eure Makel, denn sie machen jeden von euch auf eine eigene Art und Weise besonders. Nur so kann man die Reise seines Lebens glücklich antreten.

#11 Nimm dir Zeit für dich selbst

Das ist für mich, neben Selbstliebe, eines der wichtigsten Dinge im Leben. Gerade in stressigen oder in schwierigen Zeiten ist es essenziell, sich Zeit für sich selbst zu nehmen. Egal ob einen ganzen Tag lang nur für sich sein, oder auch nur 10 Minuten in einem Buch schmökern, sich in der Badewanne entspannen, oder andere Aktivitäten – Hauptsache sie tun einem selbst und vor allem der Seele gut.

#12 Nichtstun ist auch mal wichtig

Ständig unter Druck zu sein und sich immer Stress zu machen, nur um den nächsten Punkt auf der To-Do-Liste zu streichen, wird auf Dauer nicht glücklich machen. Ganz im Gegenteil, dadurch wird man eher unproduktiv. Ich finde es daher besonders wichtig, sich auch mal Pause zu gönnen und einfach mal nichts zu tun. Warum? Weil man danach einfach wieder produktiv und erholt weiter machen kann, wo man stehen geblieben ist.

#13 Zu viel Nachdenken macht unglücklich

Ja, das ist so, und für mich persönlich auch nach wie vor noch ein Punkt, den ich weiterhin lernen muss. Das ständige Nachdenken über Taten und Worte und das Grübeln in der Vergangenheit verschlimmert unseren Gefühlszustand und unsere Stimmung nur noch mehr. Man fühlt sich hilflos, beklagt sich und ist damit nur noch unglücklicher. Ich versuche daher nun zu akzeptieren, was passiert ist, indem ich mir immer vor Augen halte, dass, egal was passiert ist, ich damit umgehen kann. Probiert es aus – ihr werdet sehen, wie viel positiver das Leben dadurch wird.

#14 “Nein” sagen ist in Ordnung

Ich war oft der Mensch, der zu allem ja und Amen sagt. Ob im beruflichen oder im privaten Bereich. Das hat dazu geführt, dass ich mich ständig unter Stress und Druck gefühlt habe. Natürlich hat sich das dann auch gesundheitlich auf mich ausgewirkt. Bis ich gelernt habe auch mal nein zu sagen. Das hilft nicht nur Stress abzubauen, sondern vermindert den Druck auf einen selbst.

#15 Alles was passiert, hat irgendwie seinen Grund

Jeder von uns hat im Laufe des Lebens mit Rückschlägen zu kämpfen. Sei es im Beruf, im Studium oder im privaten Bereich. Früher hab ich mir derartige Niederlagen immer sehr zu Herzen genommen. Das wiederum hat mich auf Dauer natürlich auch sehr unglücklich gemacht. Mittlerweile schaffe ich es, zu akzeptieren was passiert, indem ich weiß, das alles was passiert, einen bestimmten Grund hat. Vielleicht ist es in diesem Moment einfach nicht der richtige Weg. Dafür öffnet sich später, sobald die richtige Zeit da ist, eine andere großartige Tür.

#16 Man ist für sein Glück selbst verantwortlich

Niemand, außer man selbst, ist für das eigene Leben verantwortlich – und damit auch für das eigene Glück. Wenn man nicht glücklich mit sich selbst ist, oder mit dem Weg, den man gerade im Leben geht, dann muss man selbst etwas daran ändern. Man kann nicht erwarten, dass andere Leute etwas ändern, damit man selbst zufrieden ist. Wir sind selbst dafür verantwortlich, wie glücklich wir durchs Leben gehen.

#17 Fehler wiederholen ist völlig in Ordnung

Wir sind nicht perfekt, und das ist auch gut so. Wir machen Fehler – und wenn wir nicht genug daraus gelernt haben, machen wir die Fehler noch einmal und noch einmal. Und auch das ist gut so. Denn irgendwann (früher oder später) lernt man genau aus diesen Fehlern.

#18 Negative Erlebnisse stärken uns

Im Leben muss man viele Hürden durchlaufen. Aber auch das passiert nicht ohne Grund. Wir lernen daraus und entwickeln uns weiter. Negative Erlebnisse, so schlimm sie auch sein mögen, stärken uns selbst und beeinflussen damit vor allem den Weg unseres Lebens.

#19 Manche Leute werden immer urteilen

Egal ob im Job oder im privaten Bereich. Fakt ist, es wird immer Menschen geben, die glauben, etwas Besseres zu sein. Und es wird immer Menschen geben, die über dein Aussehen oder dein Charakter urteilen werden, sogar noch bevor sie dich wirklich kennen. Lasst euch nicht entmutigen und bleibt euch treu.

#20 Reisen macht glücklich

Diejenigen, die bereits so viel im Leben erlebt haben und gereist sind, werden mir zustimmen. Bis vor 3 Jahren, hatte ich das Reisen aber leider ganz nach hinten gestellt. Leider. Es gibt einfach nichts Schöneres oder Wertvolleres, sein Geld und seine Zeit zu investieren, als in Reisen. Und es muss auch nicht immer kilometerweit weg sein – manchmal reicht es auch, einfach die eigene Ortschaft näher zu erkunden und seine Seele etwas baumeln zu lassen.

20 Lebensweisheiten, wie man sie so schön nennt, haben mich in meinen bisherigen 26 Jahren geprägt. Und dennoch gibt es noch so viele weitere Dinge, die ich in 26 Jahren gelernt habe.

#21 Netflix ist die beste Erfindung

Ja, ich bekenne mich schuldig – ich liebe Netflix. Und auch wenn sich das Leben draußen abspielt, genieße ich meine Tage, in denen ich einfach mal faul auf der Couch liegen kann und meine Lieblingsserien weiter anschauen kann.

#22 Gesundes Essen ist gar nicht so schrecklich

Aber Pizza & Co. sind nun mal auch geil. Ich denke, die Mischung macht es. Während ich unter der Woche eher auf meine Ernährung achte, lasse ich es am Wochenende auch gerne mal sausen. Aber man lebt nur einmal – da wäre es doch schade, all die guten Burger, Pizzen & Co. zu verpassen.

#23 Sport ist gar nicht so schlimm wie gedacht

Ich war früher ein absoluter Sportmuffel. Während ich mich in meiner Schulzeit schon immer vor dem Sportunterricht gedrückt habe, habe ich dieses Verhalten auch als Erwachsene weiter ausgelebt. Gar nicht mal so einfach, wenn man bedenkt, dass Philip ein Fitness-Freak ist. Wie dem auch sei, hat er mich dann vor 1,5 Jahren doch noch zur Anmeldung für das Fitnesscenter überreden können. Und auch wenn ich es manchmal doch noch schleifen lasse – danach fühlt man sich wirklich um Welten besser.

#24 Ich bin kein Morgenmensch

Und zwar absolut keiner. Dafür bin ich ein Nachtmensch und vor allem abends am produktivsten. Schwierig wird es dann, wenn man jede Nacht nur wenige Stunden schläft, weil man abends so aktiv ist. Da kommt dann das Wochenende immer wie gerufen und das verbringe ich gerne im Bett.

#25 Egal wie viel Geld man hat, es ist immer zu wenig

Irgendwie passen sich Ausgaben immer an die Einnahmen an. Aber es gibt auch so viele tolle Sachen auf der Welt, wie das Reisen und gutes Essen, für die man so gerne das Geld ausgibt. Naja, und wie jede Frau, hab’ auch ich immer zu “wenig” Klamotten im Kleiderschrank.

#26 Ich bin leider nicht mehr die Jüngste

Das Fazit meiner 26 Jahre: Ich bin leider auch nicht mehr die Jüngste. Wenn ich ausgehe und zu viel trinke, brauche ich einige Tage um mich wieder zu erholen. Und während andere jeden Freitag und Samstag Party machen können, lieg ich Freitag abends bereits früh im Bett und bin froh über jede Stunde Schlaf.

Alice Christina Blog - 26 Jahre, in denen ich 26 Dinge gelernt habe

Welche Dinge habt ihr bisher in eurem Leben gelernt?